Da sich nun auch unsere Verbraucherministerin Renate Künast zum Thema SPAM und E-Mail-Marketing zu Wort gemeldet hat, wollte ich auch von Ihr wissen, wohin die Entwicklung in diesem Bereich ihrer Meinung nach gehen soll.
Hier nun die zweite E-Mail in der Reihe: “(Be)Fragen wir unsere Bundestagsabgeordneten nach Ihrer Meinung zum Thema SPAM und die rechtliche Auslegung”.
E-Mail an die Bundestagsabgeordnete und Verbraucherministerin Renate Künast (Bündnis90/Die Grünen):
Datum: 21.07.2003
Subject: spam-verbotWerte Frau Künast,
wie ich in der Berliner Zeitung lese
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/261752.html»…, nach der E-Mail-Werbung nur noch mit vorheriger Zustimmung des Empfängers verschickt werden darf, …«
kümmern Sie sich nun um ein längst überfälliges Thema, das vielen Menschen schon seit langem ein Dorn im Auge ist. (auch mir) Daher begrüsse ich grundsätzlich Ihr Vorgehen gegen SPAM.
Ich bitte Sie jedoch, zu beachten und zu prüfen, dass eine Lösung in der z.B. Newsletterbetreiber und Grusskartenversender vorher um Erlaubnis fragen müssen, nicht praktikabel ist und de facto das Aus für diese Dienstleister bedeuten würde.
Ich habe zum Beispiel eben auf Ihrer Internetseite den Versand einer Email (in diesem Falle an mich selbst) veranlasst, OHNE dass der Empfänger
vorher um Erlaubnis gefragt worden wäre …http://www.renate-kuenast.de/mailversion
Das ist ja bei allen Grusskartenversendern so, und ich finde daran auch nichts Schlimmes.
Jedoch könnte man, z.B. in Wahlkampfzeiten, wie ja auch geschehen wie sie hier:
E-Postkarten-Aktion der Grünen durch Gravenreuth gestoppt -
http://www.golem.de/0208/21034.htmlsehen können, diese Grusskarte/Empfehlung auch als Werbung ansehen.
Ich bitte Sie diese Problematik stark in Ihren Überlegungen zu berücksichtigen.
Mich interessiert hierzu Ihr Standpunkt. Wie soll der Versand von Grusskarten und Newslettern Ihrer Meinung nach in Zukunft im deutschen Markt geregelt werden?
Speziell die Erlaubnis: Reicht die Speicherung der IP-Adresse des Anmeldenden oder wird der Seitenbetreiber durch das Anbieten eines solchen Dienstes, wie er auch auf Ihrer gesamten Website existiert, zum “Mittäter” wenn jemand diesen
Dienst missbraucht?Was ist aus der Abmahnung der Grünen durch Gravenreuth geworden?
Vielen Dank für Ihre Zeit,
Gabriel Dobersch–
internetagentur dobersch
tel: 03987 / 209107
Leider erhielt ich bis zum heutigen Tage keine Antwort auf diese E-Mail, auch nicht von einer Mitarbeiterin von Frau Künast.
Schade…
Wollen wir mal wohlwollend annehmen, dass die Ministerin selbst Opfer des Zustandes geworden ist, gegen den sie vorgibt vorzugehen…
Es gibt auch einen ersten Teil zum Thema Politik und SPAM: E-Mail an Martina Krogmann (Internetbeauftragte der CDU/CSU-Fraktion)
