Mobile Internetnutzung per Handy


Google Maps auf dem Nokia N70 (Templin)Immer mehr Menschen nutzen ihr Telefon nicht nur zum Telefonieren, sondern auch zum E-Mails schreiben oder zur Website-Recherche: mal eben bei Unklarheiten am Stammtisch in der Eckkneipe im Online-Lexikon Wikipedia Rat einholen oder einfach nur schauen, ob die heiß ersehnte Rückantwort auf die Bewerbung schon per E-Mail eingegangen ist.

Auch wenn sich die Entwicklung in diesem Bereich noch im Anfangsstadium befindet, so wachsen Anwendungsmöglichkeiten und Angebote täglich. Der Artikel gibt Beispiele für mobile Internetnutzung und nennt Möglichkeiten, die eigenen Dienste und Inhalte für die mobile Nutzung zu optimieren.

Durch die wachsende Verbreitung von internetfähigen Handtelefonen ist es heute fast überall möglich, Internetdienste zu nutzen. Meist enthalten die Telefone bereits einen Webbrowser, dessen Funktionalität jedoch recht beschränkt ist. Daher empfiehlt es sich, Opera Mobile Browser (z.B. Nokia N70 oder N90 und andere Symbian S60 Telefone und Smartphone oder Pocket PC mit Windows mobile) oder den Opera Mini (kostenlos) zu installieren.

Leider ist die Internetnutzung vom Mobiltelefon aus noch recht teuer. Es gibt zwar für einige Euro monatlich Datenflatrates bzw. Datentarife, diese sind jedoch im Vergleich mit herkömmlichen Internetzugangs-Tarifen vergleichsweise teuer. Der Netzanbieter Vodafone z.B. bietet für 8,50 EUR ein monatliches Datenvolumen von 30 MB an (Vodafone-WebConnect Volume PDA). Bei einer angenommenen Größe von 300 kByte pro Bild, könnte man also pro Tag ca. 3 Bilder ins Netz hochladen um das bezahlte Kontingent auszuschöpfen. Das ist natürlich trotzdem noch viel billiger, als die Standard-Tarif zu belasten und pro Kilobyte zu zahlen. Das kann schnell mal ein wenig teuerer werden, also immer schön aufpassen und vorher informieren. Viele Programme bieten auch einen Traffic-Counter an, um das verbrauchte Volumen in etwa abschätzen zu können.

Der Preis für den Traffic und auch die Geschwindigkeit der Verbindung führen den Benutzer wieder ein wenig aus dem DSL-Zeitalter heraus, zurück in die Zeit der Modems und Kosten im Nacken. Um es dem Gegenüber einfacher zu machen, seine E-Mails von unterwegs zu lesen, hilft es, einige Anregungen zu berücksichtigen:

  • Text-E-Mails nutzen, es gibt nur wenig Fälle, in denen HTML in E-Mails wirklich einen Mehrwert schafft (z.B. bei bestimmten Newslettern)
  • E-Mails kurz fassen (da die Mail zukünftig immer häufiger auf mobilen Endgeräten gelesen werden wird)
  • keine großen Dateien per Mail schicken, stattdessen auf einen Online-Speicher ausweichen und den Link schicken
  • bei Links auf Dokumente dahinterschreiben, welche Größe die Datei hat (z.B. 2MB oder 4kB)

Und noch einige Punkte die bei der Gestaltung von Websites, die für mobile Nutzung geeignet sind, berücksichtigt werden sollten:

  • möglichst viel mit Text anstatt mit Bildern arbeiten
  • wichtigste Information zuerst, da ansonsten nach einem neuen Seitenaufbau erst weit gescrollt werden muss, um den Inhalt zu erreichen
  • am Ende jeder Seite ein Menü mit den wichtigsten Menüpunkten der Seite einfügen, damit nach dem Lesen des Inhalts gleich weiternavigiert werden kann, ohne wieder komplett nach oben zu scrollen
  • Miniaturansicht von Bildern anzeigen und mit größerer Version verlinken um Ladezeit zu sparen

Wenn man Google Mail benutzt, dann empfiehlt sich die Installation von Google Mail Mobile:

Google Mail MobileGoogle Mail Mobile in der Anwendung. Durch den direkten Zugriff auf die Funktionen, wird gegenüber dem Zugriff mit dem mobilen Webbrowser Traffic gespart.

Opera Mini:

Opera Mini ScreenshotOpera mini

Das Programm Profimail von LonelyCat Games stellt eine sehr gute Alternative für die vorhandenen Mail-Clients dar (es existiert eine kostenfreie Testversion):

Profimail KontoeinstellungenEs können mehrere E-Mai-Konten angelegt werden (POP und IMAP)

Profimail E-Mail erstellenDie Maske zum Erstellen einer neuen E-Mail

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